Die Bühne der Geschlechter
LOFFT, Werkstattbühne, 30.05.2013, 19:00 Uhr, Eintritt frei
Geschlechterverhältnisse und Begehren im Theater am Beispiel von “Lesbische Nacktszenen auf dem Rücken eines braunen Ponys” (FRO_theaterproduktionen)
Was hat die Kunstform Theater mit der wissenschaftlichen Kategorie Gender zu tun? Gender bezeichnet das gesellschaftlich konstruierte Geschlecht. Und Theater ist immer auch ein Spiegel der Gesellschaft. Es zeigt Menschen, die im Rahmen bestimmter Geschlechterrollen agieren oder diese aufbrechen.
Die Uraufführung des Stücks “Anja und Esther” von Klaus Mann erregte 1925 aufgrund seiner homoerotischen Anspielungen öffentliches Aufsehen. Auch die Leipziger Regisseurin Barbara Friedrich greift diese in ihrer “Anja und Esther”-Adaption “Lesbische Nacktszenen auf dem Rücken eines braunen Ponys” (Premiere 2011 im Lofft) auf. Ihre Figuren wandeln am Rande einer Gesellschaft, in die sie nicht gehören wollen oder können. Als jemand von “draußen” kommt, stellt sich für sie die Frage, ob die Sicherheit gesellschaftlicher Akzeptanz nicht bequemer ist.
Nach einer Einführung in das Themenfeld “Theater, Geschlechterverhältnisse und Begehren” und einem Gespräch mit Barbara Friedrich zeigt das Lofft das Stück “Lesbische Nacktszenen” (Dauer: 60 Minuten). Im Anschluss soll über das Gesehene diskutiert werden.
REGIE Barbara Friedrich
MIT Carmen Orschinski, Julia Pohl, Ronny Eckert, Daniel Skurt, Max Schaufuß
MUSIK Konrad Fischer
MODERATION Tobias Prüwer
Eine Veranstaltung des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung (FraGes) an der Universität Leipzig in Kooperation mit FRO_theaterproduktionen in Koproduktion mit den Werkstattmachern e.V., LOFFT.Leipzig.
Hier das Plakat zur Veranstaltung: GK2013_Plakat3